Ein langer Weg bis in die Weltspitze

Steve Jenkner galt für Experten Ende 1996 als das Nachwuchstalent in Deutschland! Seine Fahrweise, seine passenden Körpermaße, eine Top-Einstellung zum Spitzensport, alles war gegeben. Harald Eckl, damals Grand Prix Team Eigner des Rennstalls Eckl- Marlboro verständigte sich Ende 1996 im Hotel Merane mit Uwe Klein, dem damaligen ADAC Sachsen Sportchef, um ein Programm für drei Jahre für das Talent Jenkner zu beschließen.

Jenkner startete darauf hin seinen ersten GP als Fix- Starter 1997 in Malaysia, ohne große nationale Erfolge vorweisen zu können. Ein Experiment war geboren. Alle Experten, so Eckl, Klein und Partner setzten auf eine schnelle Entwicklung des Sachsen in der Weltmeisterschaft. Ende 1999 war dieses Eckl/ Klein Programm zu Steve ausgelaufen. Steve war Mittelmass in der WM und Italiener und Spanier zeigten das der schnelle Weg in die Weltspitze machbar ist.

In Deutschland hatte man zwar keine Alternative, aber dennoch galt Steve als kein Siegfahrer! Für das WM-Jahr 2000 bastelte sein Freund und heutiger FanClub- Chef, Uwe Klein, ein eigenes ADAC Team zusammen, erstmals auf Honda. Steve wurde 12. der Weltmeisterschaft und sorgte in Südafrika und Mugello dafür, das er Top- Plazierungen einfahren kann.

Das alles reichte nicht, um Steve weiter im WM-Geschäft zu halten. Sponsoren und der ADAC setzten auf neue Leute, wie Jarno Müller. Steve's Vertrag wurde gekündigt, dazu kam, dass sein Wegbegleiter Uwe Klein ebenfalls seinen Job als ADAC Sportchef Sachsen verlor.
2001 nahm Ralf Schindler, der Chef von UGT, Jenkner rettend unter Vertrag und gab Ihm eine top-italienische Team-Betreuung. Seither geht es steil aufwärts. Jenkner ist ein anderer Mensch geworden, reif für die Weltklasse, reif für Podiumsplätze! Er hat die Zeit gebraucht um sich zu entwickeln und er gibt jetzt seinen Sponsoren und Fans alles zurück. Steve's Potential ist enorm groß, er brauchte seine Zeit und benötigt noch Zeit.

Er ist jetzt dran an der Weltspitze; und wenn das Motorsport- Deutschland die nötige Geduld hat, wird Jenkner 2003 bereit sein um den Titel des Weltmeisters zu fahren.


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